080-Die Strippen sind 80

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Frau Kariert und Herr Martinsen simplifizieren euch heute mit rückkehrenden Künstlern und Künstlerinnen, rehabilitierten Feen und mordlustigen Dämonen in der Kleinstadt-Idylle.

Intro

„Aufopferungsvoll wie Wasserstandgedöns“ Frau Kariert/Herr Martinsen;

Gelesen

SimplifyBlog des Autors;

Gehört

Lana Del RayIhr neues Album „Ultraviolence“SpotifyWebsite„Es beetled ein wenig und es rolling-stoned ein wenig“ Herr MartinsenBewertung: 7/10 (Herr Martinsen); 6,8/10 (Frau Grünkariert)

Die Texte sind’s diesmal definitiv nicht, die einen glücklich machen. „You are young, you are wild, you are free.“ Nun ja. Irgendwo ist irgendwer andauernd irgendwo und irgendwie „crazy“ oder noch schlimmer „fucking crazy“. Man liebt sich und ist „like fire and water“. Herrje. Also vergisst man die Texte besser gleich schnell wieder und wendet sich alleinig der Musik zu. Die ist gut. Sehr gut sogar. Ein hervorragendes Stück Popmusik aus dem jetzt und hier. Rock’n’Roll oder wie das heißt. Sie bedient sich nunmehr der klassischen Rock Instrumente und nicht mehr orchestraler Instrumente. Und das tut dem ganzen gut. Richtig gut. Es Beatled ein wenig hier und Rolling Stoned ein wenig da, ohne in der Vergangenheit zu verharren. ‘Shades of cool’ erinnert ein wenig an ‘Blue Hotel’ von Chris Isaak. ‘Pretty when you cry’ hingegen erinnert doch sehr an ‘Angie’ von den Stones, und ‘Old Monday’ ist fast eine eins zu eins Kopie von der Filmmusik von ‘Romeo und Julia’ aus dem Jahr 1968. Quasi ein kleines verkapptes Coveralbum, was keines ist. Sehr hübsch das alles. Man glaubt die 60er oder 70er wären wieder da, aber nicht wie damals, wie jetzt. Tolle Musik, nicht nur für angehende Hippies oder die, die es werden wollen. Das ist hübsche Musik, bei der die Texte nicht immer ganz mitkommen, die man aber ignorieren kann

MorrisseyThe SmithsAlbum „World Peace Is None of Your Business“Spotify„Und so sehen wir betroffen den Vorhang zu, und alle Fragen offen“ Marcel Reich-RanickiBewertung: 7,5/10 (Herr Martinsen); 7,5/10 (Frau Grünkariert)

‘World Peace Is None Of Your Business’ heißt das neue Album des Grumpy Old Man. Auf diesem Album beschimpft Morrissey mal wieder alle und alles was Rang und Namen hat oder auch nicht, egal. Er beschimpft einfach alles und alle. Warum tun wir uns das an? Warum hören wir die Lieder eines intoleranten, arroganten, weltfremden und abgehobenen Typen? Obwohl Morrissey das Schicksal anderer Menschen komplett egal ist, hören wir, die anderen, zu wie er uns beschimpft, über uns lacht und sich über uns erhebt. Warum? Weil die Texte, die Musik und vor allem die Stimme, mit all ihrer Arroganz, ihrer fürchterlich abgehoben Attitüde, ihrem Narzissmus und ihrem unemphatischen Getue dann irgendwie doch wieder gut sind. Das traditionelle Männerbild wird ebenso abgelehnt, wie Stierkampf, Fleischverzehr und Politiker. Und endlich scheint er was die Musik angeht auch wieder auf den Pfad der Tugend zurückgefunden zu haben. Endlich swingt es wieder. Endlich hat es wieder etwas was man länger vermisst hat, nämlich melodische Ideen. Melodien die hübsch anmuten. Manchmal gibt’s sogar den ein oder anderen The-Smiths-Moment. Allerdings ist die Band manchmal nicht feinsinnig genug. Manchmal singt er das Florett und die Band spielt Säbel. Sei’s drum. Eigentlich ist das alles gut, wenn nicht sehr gut. Eigentlich. Ein Album bei dem ich mir mal wieder nicht sicher bin was ich davon halten soll. Ein wenig lang ist es geworden, ja. Ansonsten. Musik hübsch. Texte hübsch. Stimme hübsch. Wäre da nicht dieser Morrissey. Dieser unerträgliche Mensch, der uns alle verachtet. So beziehe ich mich auf das Literarische Quartett und Marcel Reich-Ranicki, der sich am Ende jeder Sendung des Quartetts auf Brecht berief, und ihn frei zitierte: „Und so sehen wir betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.“;

Gesehen

MaleficentIMDbWebsite;

Grammophonie

Twin PeaksIMDbDavid LynchDavid Duchovnynächste Woche werden 2 Jahre Quasselstrippen gefeiertDie weisen Worte lauten auch heute: Tschüss;

Shownoter war: vanilla_chief

079-Die Strippen sind traditionell in Klagenfurt

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Frau Kariert und Herr Martinsen gingen heute wieder auf Reise in die Welt der deutschsprachigen Literatur. In Klagenfurt wurde geklagt, gelobt, empört und kafkaesk gefunden – die Quasselstrippen geben auch noch ihren Senf dazu.

Intro

„Wir sollen sagen dass wir drauf sind“ (Frau Kariert) “Wir sind doch immer drauf” (Herr Martinsen)„Es gibt ein Super Mega Special“ (Frau Kariert);

Das grosse Die Quasselstrippen Bachmannpreis Special

Poetry Slam;

„Steuerstrafakte“ von Tobias Sommer

Es gibt einen Prüfer und einen Geprüften in diesem Text, die sich irgendwann vermischen. Der einzige Ausweg scheint der Irrsinn.

Tobias Sommerder Text „Steuerstrafakte“;Franz KafkaDer Prozess„Ein gar nicht so unmoderner Text, so unneu er auch wirkt“ (Frau Kariert)„Wenn wo nicht beim Finanzamt ist Kafka Gang und Gebe?“ (Herr Martinsen)„Was mir ein bisschen fehlt ist ein Höhepunkt“ (Herr Martinsen)„Nett gemacht aber Nachgemacht?“ (beide);

Unbenannter Text von Kerstin Preiwuß

Ein vom Krieg traumatisierter Vater arbeitet nach dem Krieg auf einer Nerzfarm (die Sinnbild für ein KZ ist) in der ehemaligen DDR. Der wiederum traumatisiert seine Familie mit Gewalt.

Kerstin PreiwußWikiartikel„Text“Nerz„Mir fehlte da irgendwie das Neue.“ (Frau Kariert)„Die Rahmengeschichte fand ich schön.“ (Frau Kariert);„Man muss das ja auch immer alles ins Verhältnis setzen.“ (Herr Martinsen)„Wir halten alle Leute an, diese Texte zu lesen“ (Herr Martinen)2. Weltkrieg;

„Die Fröhlichen Pferde Von Chauvet“ von Roman Marchel

Es geht um eine schon leicht demenziell erkrankte Frau (Ärztin), die sich um Ihre Mutter kümmert, welche an Demenz erkrankt ist, die wiederum Ihren noch gebrechlicheren Mann pflegt.

„Die Fröhlichen Pferde Von Chauvet“Roman Marchel;

Romanauszug „Ujjayi“ von Gertraud Klemm

Ein Tag im Leben einer Frau. Eine Frau ist unzufrieden. Unzufrieden, weil sie sich in einer familiären Situation befindet, die sie nicht will. Weil sie ein Kind hat, Manuel, bei dem sie sich nicht sicher ist, ob sie ihn will. Ein Mann, mit dem sie nur zusammen ist, weil die eigentlich große Liebe nicht funktionierte. Der Mann möchte ein zweites Kind. Ein Text über eine Frau, die den sicheren Weg wählte, um Halt zu finden. Dafür bekommt sie sogar noch ein weiteres Kind.

Gertraud KlemmBlogText „Ujjayi“„Ein Text über eine moderne Frau, die alles könnte, alles will, aber es dann nicht tut“ (Frau Kariert);

Olga Flor mit dem Text „Unter Platanen“

Zwei Menschen treffen sich auf einer Konferenz wieder, und erinnern sich an die schöne Zeit die man miteinander hatte. Die Affäre selbst fand während des zweiten Weltkrieges statt. Nun ist sie auf einmal wieder präsent, wird aber letztlich nicht physisch. Das bringt das ‘Heile-Welt-Familen-Leben’ kräftig durcheinander. Die Handlung wird eingebettet in einen politischen Mantel. Es geht um Wirtschaft. Es geht um deutsch-französische, aber auch um die deutsch-österreichischen Besonderheiten, wie sie nach dem zweiten Weltkrieg eben sind und waren.

Olga Flor„Unter Platanen“„Es gibt Autoren, die können die größten Phantasiewelten zugänglich machen“ (Frau Kariert);

Anne-Kathrin Heier mit „Ichthys“

Großstadtroman. Ein Ich, das der Familisierung entfliehen will. Es flüchtet sich deshalb u.a. in Drogen. Ein Text über Süchte. Ein Text über Zwänge.

Anne-Kathrin HeierText „Ichthys“„Das ganze ist ein Text über den sich meiner Meinung nach die Germanisten freuen werden“ (Herr Martinsen)„Vielleicht ist er deswegen bei mir so gut angekommen“ (Frau Kariert)Günther Grass;

Birgit Pölzl mit dem Text „Maia“

Eine Frau muss den Verlust des Kindes verarbeiteten. Der Vater des Kindes hat es überfahren. Sie beginnt eine Reise, in ein offensichtlich asiatisches Land, deren Hauptzweck darin besteht, Trauer zu verarbeiten. Ein Text über die Trauer. Vielleicht ein Requiem.

Birgit PölzlDer Text „Maia“Frau Kariert fand das Setting spannend;

„Von der Zunahme der Zeichen“ von Senthuran Varatharajah

Zwei Menschen, die mittlerweile in Deutschland leben, führen einen Dialog über die Zeit des Ankommens, die Zeit davor und ihre Familien via Facebook.

Senthuran VaratharajahText „Von der Zunahme der Zeichen“Georg Wilhelm Friedrich Hegel;

„Simeliberg“ Romanauszug von Michael Fehr

Simeliberg (Abrakadabra/eines der ältesten schweizer Lieder) Sozialarbeiter Anton muss bei schlechtem Wetter zu einem Mensch dessen Frau anscheinend verschwunden ist. Der Text ist durchsetzt mit Schweizer Idiomen und Besonderheiten, was den Text für einen nicht aus der Schweiz oder Umgebung kommenden Menschen sehr schwer macht.

 Autor;Romanauszug;

„Ignis Cool“ von Romana Ganzoni 

Eine Frau sitzt mit leerem Tank in einer Landschaft fest und beginnt ihr Leben zu reflektieren. Sie erinnert sich an u.a. eine vergangene Liebe und stellt die schwierige Beziehung zu Ihrer Mutter dar. Alles scheint in Ordnung und ist es am Ende doch nicht. Sie begeht am Ende im übertragenen Sinne sogar, mit Hilfe der in Ihrer Fantasie erscheinenden Mutter, vermeintlich Selbstmord.

AutorinText„Man hangelt sich von Satz zu Satz, von Höhepunkt zu Höhepunkt“ (Herr Martinsen);Ich glaube, dass ich im nächsten Jahr nur lesen werde“ (Herr Martinsen)„Ich will nicht immer nur rausgeputzte Frauen in Geschichten haben“ (Frau Kariert)„Der Vortrag war schwächer als der Text“ (Herr Martinsen);

„Down Down Down – To The Queen Of Chinatown“ von Katharina Gericke 

Der Titel des Textes, ist auch ein Titel eines Liedes von Amanda Lear. Ein Beziehungsdrama. Ein Rhythmischer Text, der von eben jenem lebt. Die Figuren scheinen alle auf einer Bühne zu stehen. Musikalischer Text. Könnte man auch singen. Das Libretto einer Operette, in Literatur gegossen.

der TextKatharina GerickeWikiartikelWest Side Story;Boulevardtheater;

„Millefleurs“ von Georg Petz

Ein Austauschstudent geht in die Normandie, um sich mit der Geschichte des sogenannten ‘D-Day’ zu beschäftigen. Er lernt ein junge Französin kennen, und sie verlieben sich. Diese hat einen Jugendfreund, und es kommt so einem Konkurrenzkampf zwischen den beiden jungen Männern.

MillefleursGeorg PetzAllegorie„Revolution ist ja immer was mit anders als vorher“ (Frau Kariert);

Tex Rubinowitz’s „Wir waren niemals hier“

Ein Mann bekommt eine Freundschaftsanfrage bei Facebook von einer Frau aus seiner Vergangenheit. Irma. Irma raucht Zigaretten und leckt an Batterien. Der Text erzählt von dieser Beziehung. Eine Beziehung zweier Menschen die in Wien in einer 26-Quadratmeter-Wohnung wohnten.

Tex RubinowitzTextMarc-Uwe Klings KänguruchronikenMarc-Uwe Kling„Völlig verdienter Preis“ (Frau Kariert);

Fazit

„Wir fanden die Texte alle gut“ (Herr Martinsen)„Wir halten die Menschen an, die Texte zu lesen“ (Herr Martinsens “Gesagt Getan”)„Lest!“ (Frau Kariert)„Die Texte sind alle als PDF zu lesen und in Videos zu sehen auf der Seite des Bachmannpreises“ (Herr Martinsen)Die Weisen Worte„Tschüss“ (Herr Martinsen und Frau Kariert);

Sohownoter war: BigMcIntosh91

078-Die Strippen in ein bisschen neu

Duration: 01:04:54 Published by Audioponies under CC-BY-SA 3.0.
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Frau Kariert und Herr Martinsen haben heute ganz, ganz hervorragende Schätzchen für euch mitgebracht. Neue Lieblingsalben erscheinen am Horizont und in Glastonbury sind wieder schöne Dinge passiert. Außerdem: Eine nagelneue nostalgische Rubrik nur für euch! :o)

„Es ist Zeit, das Intro zu Starten!“ (Herr Martinsen);

Intro

„Wasserdingsgedöns“ (Frau Kariert)„Sobald ich die Hummel höre, kommt das Wasserstandsgedöns“ (Frau Kariert)*neu* Am Ende gibt es eine neue Rubrik;

Gelesen

Whipping Girlvon Julia SeranoGenderTransgender„Man muss es gelesen haben“ (Frau Kariert)Antje Schrupp;

Gehört

First Aid KitAlbum „Stay Old“BlogSpotifyDie Frau Kariert gibt 8.9 Punkte, der Herr Martinsen 8

Auch diesmal wurde das Album wieder von Mike Mogis (Bright Eyes) produziert. Also steht dem hübschen Indiefiolk Erlebnis eigentlich nichts im Wege. Und so singen, trällern und Duettisieren sich unsere beiden schwedischen jungen Damen durch die folkloristische Indie-Countrylandschaft, dass es nur so eine Freude ist. Wer auf hübsche Melodien mit tollen Gesängen und verträumten Harmonien steht, die dazu auch noch perfekt produziert sind, der möge sich dieses Album anhören. Es strengt nicht an. Es macht, dass man dasitzt und sich an den, manchmal Florence and the Machine erinnernden, Gesängen erfreut. Dass man der bösen, doofen Welt entkommen kann, und sich dieser zwar melancholischen, aber irgendwie doch Heilen-Welt-Musik erfreuen kann. Hier stört nichts die ‘Heile-Welt-Melancholie’. Das macht aber nichts. Man kann nicht immer die Welt verändern wollende Musik ertragen. Das hier ist ein wenig Country, ein wenig Evely Brothers und ein Schuss Indie, alles in homöopathischen Dosen, damit es nicht wehtut. Dieses Album schließt sich nahtlos an die Vorgänger an, und klöppelt noch ein wenig mehr Zuckerguss über das ganze als bei den beiden Vorgängern (The Big Black and the Blue/The Lions Roar). Dem Album, dieser Musik, ist es ziemlich egal ob es im ambitionierten Indiesender läuft oder im Adult Contemporary-Hitparaden-Rotation-Radio. Es tut beiden nicht weh. Nicht wehtun, ist vielleicht dann doch etwas was man erwähnen sollte. Denn es fehlt hie und da ein wenig an ‘Aua’. Das ist dann aber auch schon alles was man negatives über dieses Album sagen kann. Es ist vielleicht ein wenig zu perfekte ‘Heile-Welt-Melancholie’. Aber, hey. Spätestens wenn sie anfangen zu singen, ist alles gut;

ElbowAlbum „The Take Off And Landing Of Everything; SpotifyWebseite; Guy Garvey„Musik, die einem zusätzliche Luft zum Atmen gibt“ (Herr Martinsen)Frau Kariert gibt 9 Punkte, Herr Martinsen gibt 10 PunktePeter Gabriel

Ein neues Album von Elbow ist auch immer was neues. Die bleiben nicht stehen, die machen anders. So auch diesmal. Es gibt ja so Alben die einem von Anfang an irgendwie komplett ‘Balla-Balla’ machen. Elbow-Alben können so was. Da macht dann auch dieses keine Ausnahme. Elbow leistet sich über die komplette Länge des gesamten Albums keinen einzigen Ausfall, im Gegenteil. Guy Garvey singt noch mal besser als auf den Alben davor. Desto älter er wird desto besser wird seine Stimme. Unfassbar. Es ist so schön traurig. Es ist so schön tröstend. So schön melancholisch, dass es richtig weh tut. Dann wieder beruhigend, und voller Hoffnung. Und das, ohne einen zu erdrücken. Im Gegenteil. Wenn man dieses Album hört, öffnet sich alles. Der Himmel, der Raum, die Seele. Irgendwas noch weiteres als der Himmel erscheint einem vor dem geistigen Auge. Musik die einen nicht erdrückt sondern einem zusätzliche Luft zum Amten gibt. So als wenn man irgendwo ist wo kein anderer ist, und man ganz allein selig bis zum Horizont schauen kann, ohne das was da ist was den Blick darauf stören würde. Eine selige Traurigkeit. Eine selige Zufriedenheit. Tief betrübt weint man sich beherzt und der Seligkeit nah, durch einige Stücke dieses Albums. Dann wieder freut man sich, weil ja irgendwie doch alles gut ist. Das ist Traurig auf höchstem Niveau. Man möchte bitte nicht aus dem Musikparadies abgeholt werden. Man möchte dableiben. Das schlimmste an diesem Album ist, dass es irgendwann zu Ende ist. Das ist das was an diesem Album am meisten Wehtut. Man möchte es langsamer hören damit es länger dauert bis es aufhört. Man möchte das dieses Album nie aufhört. Man möchte das es nie endet. Und der Anfang des Liedes ‘Honey Sun’ hat dann sogar noch einen hübschen ‘Warpaint-Moment’. Was will man mehr. Ein grandioses Album einer grandiosen Band;

Gesehen

Harald SchmidtSternstunden der PhilosophieHarald Schmidt Show„Man ist sich nie sicher, was stimmt und was nicht, das macht ihn aus“ (Herr Martinsen)Verstehen Sie Spass?„Wir kommen jetzt zur Kultur“ (Herr Martinsen)Zhu Xiao-MeiGoldberg-VariationenJohann Sebastian BachThomaskirche in LeipzigArte-ConcertWarpaintQuasselstrippen 062-Die Strippen schütten KleeGlastonbury FestivalBryan Ferry;

Grammophonie

Béla BartókPentatonikMixolydischer ModusKonzert für OrchesterClaude DebussyAram Chatschaturjan;Klangspektrum Folge 4 erscheint bald

‘Konzert für Orchester’ also. Das ist doch mal ein Titel mit dem man was anfangen kann. Das ‘Konzert für Orchester’ zählt zu den beliebtesten Kompositionen Bartóks. Das Ganze war eine Auftragskomposition der Kussewitzky-Stiftung, welches der Geiger Joseph Szigeti bei ihm in Auftrag gab. Und das machte er nicht ganz ohne Grunde, denn die finanzielle Situation war, wie bei so vielen Emigranten zum damaligen Zeitpunkt, auch bei Bartók eher schlecht. Was natürlich zur Folge hatte, dass auch die psychische Lage Bartóks eher als mittrelprächtig zu bezeichnen war. In nur knapp acht Wochen hat Bartók das Stück geschrieben. Die Uraufführung 1943 in Boston konnte er noch selbst miterleben. Diese Komposition löste in den USA einen regelrechten Bartók-Boom aus. Hier wurden die unterschiedlichsten Kompositionstechniken benutzt, und es handelt sich wohl um eines der am hübschesten instrumentierten Musikstücke aller Zeiten. Es wird zum Teil paarweise soliert, z.B. im zweiten Satz, und das ganze verliert nie den Gesamtorchestrierten Kontext. Eigentlich sind es viele kleine Solokonzerte einzelner Instrumente, die sich zusammengefunden haben um gemeinsam zu solieren, und das ganze so geschickt, dass daraus ein Stück für Orchester wird, und somit zu einem homogenem Ganzen. Und das ist auch gleich einer der spannenden Sachen an dieser Symphonie die keine ist. Das alles ist aus ganz vielen kleinen Teilen zu einem großem Teil zusammengesetzt, eine Kompositionstechnik die Brahms gern benutzt hat, und mit der er seine Hörer damals ganz schön forderte. Hier wird das auch gemacht, aber nicht nur im Stück insgesamt, sonder eben für jedes einzelne Instrument. Bartók bezeichnete das Stück denn auch als Konzert und nicht als Symphonie, weil die einzelnen Instrumente eher solistisch und virtuos behandelt werden. Wenn man einmal in den Sog dieses Konzertes geraten ist, dann macht es süchtig. Dann kann man nicht genug davon bekommen. Nicht falsch verstehen. Das hier ist schon moderne Klassik. Das ist nicht Beethoven. Da geht’s harmonietechnisch schon ganz schön zur Sache. Aber es schlägt einen trotzdem in seien Bann, wenn man es lässt. Es ist ein fantastisches Stück. Hinreißend komponiert, grandios orchestriert und toll zu einem hübschen ganzen geklöppelt. Wer sich der modernen Klassik nähern will, der sei herzlich eingeladen es mit diesem Stück zu versuchen

Die Weisen Worte„Tschüss“ (Herr Martinsen und Frau Kariert);

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077-Die Strippen winken der Sau Adieu

Duration: 00:37:22 Published by Audioponies under CC-BY-SA 3.0.
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Frau Kariert und Herr Martinsen nehmen heute tränenreichen Abschied von zwei Rubriken, die nun ihre eigenen Wege gehen müssen – sie sind so schnell groß geworden! *schnief*
Natürlich sind auch wieder tolle Musik und Filme im Gepäck.

PreintrogedönsLetzte Woche aus gesundheitlichen Gründen keine Strippen„Die Macht der modernen Medizin“ (Frau Grünkariert)„Dank der Rundfunkgebüren gibt es 3sat und ARTE, das gefällt mir“ (Herr Martinsen)„Es passieren random irgendwelche Fails und du weißt nicht warum“ (Herr Martinsen)„Ihr werdet völlig Verwirrt sein. Wir werden euch in den Wahnsinn treiben“ (Frau Grünkariert)Pausengedönsgeklöppel (Warteschleifenmusik Anm. d. Red.)„Die Spuren haben neue Farben“ (Herr Martinsen);

Intro

„Ich höre das Intro, also bin ich“ (Herr Martinsen)„Katheter für alle!“ (Herr Martinsen);

Gelesen

David Graebers neues BuchDavid Graeber„Es lohnt sich, mal reinzuschauen“ (Frau Kariert);

Gehört

Lyla FoyAlbum „Mirrors In The Sky“SpotifySoundcloudSubpopSynthesizerHerr martinsen gibt 8 Punkte, Frau Kariert gibt 7 Punkte

Lyla Foy ist eine Singer/Songwriterin aus London, 2013 begann sie Musik zu machen unter dem Namen WALL. Die Veröffentlichung der selbst aufgenommenen Songs erlangte innerhalb kürzester Zeit das Interesse andere Blogs in diesem Internet von dem immer alle reden. Irgendwann entschied sie dann unter ihrem eigenen Namen, Lyla Foy, aufzutreten. Schließlich wurde vom Indie-Label Sub Pop entdeckt, was dann auch ihr Debüt-Album Mirrors in the Sky veröffentlichte. Um eben dieses Album aufnehmen, hatte sie London hinter sich gelassen. Sie zog samt Instrumente und Geräten in die englische Provinz, wo sie Demotapes aufgezeichnete. Und dieses Landleben hinterlässt seine musikalischen Spuren. Und so gibt es, wenn man denn genau hinhört Vögel, Ziegen, Strand, Wald, Sturm und Wasser. Zurück in London, nahm sie mit ihren Bandkollegen Keyboards, Schlagzeug und Gesang auf, und verlieh den bis dato doch recht rustikal anmutenden Demos den letzten Schliff. Hübschte den Klang auf, und komplettierte die Stücke, wenn man so will. Sequenzen und Synthesizer Mischen sich auch hier wieder mal mit echten Instrumenten. Es ist genau das was wir so mögen. Introvertierte, verträumte und hübsche Musik, die tröstet und wärmt. Die einem eine musikalisch Schulter zum anlehnen anbietet. Man könnte sie als eine digitale Seelsorge beschreiben. Es trifft intime Atmosphäre auf tricky Musik. Mal wieder anspruchsvolle Musik die einem das Anspruchsvoll aber nicht akademisch auf die Nase bindet, sondern einen entdecken lässt, wenn man den will. Die Tempi sind in der Regel langsam und schwerfällig, was der allgemeine Atmosphäre der Platte zugute kommt. Handwerklich auf höchstem Niveau. Musikalisch auf ebenso hohem;

Richard Reed Parry; Music for the Heart and Breath; Aus (trommelwirbel) KanadaTumblrSpotify;Grammophon VerlagThe NationalyMusicKronos QuartetCaroline ShawArcade FireHerr Martinsen und Frau Kariert geben je 9 Punkte„Es klang alles so, als ob es am richtigen Ort wäre“ (Frau Kariert)„Es wird unglaublich viel gute Musik kommen“ (Herr Martinsen)Der Herr Martinsen kündigt ein 10er Album an

Komponist ist er, und will als solcher gehört und wahrgenommen werden. Das macht er auf diesem Album unmissverständlich klar. Und so lässt er bei der Deutsche Grammophon, die ja eher im weiten Feld der klassischen Musik, und das was man darunter versteht zu finden sind, sein erstes Album als solcher heraus. Und klassisch ist wohl auch das was der geneigte Hörer als erstes mit diesem Album assoziiert. Aber das Album kann mehr als Violinen und andere Orchesterinstrumente miteinander harmonisch zum klingen zu bringen. Es gibt ein Konzept hinter dem ganzen. Und das geht so: Jeder Musiker hatte seinen ganz individuellen und eigenen Takt zu Spielen, vorgegeben wird dieser vom eigenen Körper. Den regelmäßigen Atemgeräuschen der Lunge oder dem Schlagen des Herzens. Und so bekam jeder Musiker ein Stethoskop umgehängt und hörte nun im wahrsten Sinne des Wortes auf seinen Körper. Bekannte andere Musiker wie Bryce und Aaron Dessner von The National, yMusic (Sextett für klassische Musik, und laut NPR einer DER klassischen Künstlergruppen die uns in der Zukunft sehr viel Freude machen werden), das Kronos Quartet (Streichquartett aus San Fransisco) und Caroline Shaw (Komponistin klassischer Musik, die schon mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde) haben sich auf dieses Experiment eingelassen. Die Inspiration dazu lieferten frühere Ansätze von Brian Eno (Roxy Music, Soundtüftler und Produzent) oder Steve Reich (Minimal Music). Und das was dabei herauskommt ist geradezu zauberhaft. Wunderschöne, sogenannte ‘Neue Musik’ die einen Träumen, schwelgen und begeistern kann, wenn man sie denn lässt;

Gesehen

The ArtistBei IMDB„Da ist so viel Liebe in diesem Film, der ist so liebevoll Gemacht“ (Frau Grünkariert)„Das müssen wir rausschneiden, hier wird gerade von den Katzen ramponiert“ElbowHurricane FestivalElbow beim Hurricane Festival (3sat)„Einer der, meiner Meinung nach, besten Bands“ (Herr Martinsen)BBC Konzert;„Historischer Moment:“ (Herr Martinsen);

Die Sau Der Woche

‘Die Sau der Woche’ ist ‘Die Sau der Woche’Es wird ein Best-of auf dem Quasselstrippen Soundcloud-Account geben„Sie wird jetzt das Gnadenbrot bekommen“ (Herr Martinsen);

Gesagt, Getan

„Noch ein Historischer Moment“ (Frau Grünkariert)„Auch Gesagt, Getan ist jetzt vorbei“ (Herr Martinsen); Auch hier wird es ein Best-Of auf Soundcloud geben„Spendet mehr Geld“ (Herr Martinsen)Quasselstrippen auf FlattrQuasselstrippen auf PatreonQuasselstrippen Spendenaccount„Wir werden noch mehr zum Kulturpodcast“ (Herr Martinsen)Es wird eine neue Kategorie geben, die sich mit der Vergangenheit beschäftigtDie Weisen Worte„Tschüss“ (Herr Martinsen und Frau Kariert);

076-Die Strippen kacken in Echtzeit

Duration: 00:57:25 Published by Audioponies under CC-BY-SA 3.0.
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Frau Kariert und Herr Martinsen haben heute einen Stall voller Säue für euch. Die haben sich kaum aufhalten lassen in ihrem Marsch durchs Dorf. Dafür wurden sie begleitet von traumhafter Musik noch traumhafterer Menschen und klugen neuen TV-Sendungen

Intro

„Wasserstandsgedöns“ (Frau Kariert)Begrüßung durch Frau Kariert„Heute ist der Tag, wo man auch mal “Dag“ sagen kann” (Herr Martinsen)Quasselstrippen nächste Woche nicht am Samstag (Sonnabend) sondern am Sonntag 15 Uhr;

Gehört

Hundred Waters; Hundred Waters (Album) WebsiteAuf SoundcloudEine Indieband aus FloridaFriedensreich HundertwasserSie machen Digital Folk„Es steckt sehr viel Arbeit in diesen kleinen Wunderwerken der musik“ (Herr Martinsen)„Tolles Songwriting, unheimlich tolle Atmosphären“ (Herr Martinsen)„Ich bin tatsächlich hingerissen, desshalb gebe ich dem Album 8,8 Punkte“ (Herr Martinsen)„Du hast so ein Mädel mit Engelsstimchen. Alles wunderschön, etwas Gedüdel und dann lässt sie dich stehen.“ (Frau Kariert)„Es ist mir eine 9 wert“ (Frau Kariert)Björk

Dieses Album ist erst einmal hervorragend produziert. Obwohl alles elektronisch erzeugt, hat man hier eher das Gefühl die Instrumente im Raum stehen zu sehen. Das hier ist nichts für’s Küchenradio, das ist für die Lautsprecher in den hübschen Wohnzimmern der Menschen die diesem Album zuhören mögen. Digital Folk heißt das ganze was sie da machen. Modern ist das ganze was hier geschieht. Elektronische Musik, die gar nicht so klingt als wäre sie genau das. Best of both worlds nennt man das wohl. Hier werden Atmosphären geschaffen und Stimmungen erzeugt. Hundred Waters Mitglieder machen Musik, die zum Teil über Jahre braucht um veröffentlicht zu werden, weil an den Stücken so lange gefeilt wird bis es passt. Harte Arbeit steckt in diesen kleinen Wunderwerken der Musik. Nach jedem Hören findet man neue Details, neue verborgene Dinge, die man nicht beim ersten mal Anhören findet. Man mag der Band hier Absicht unterstellen, so geschickt ist das gemacht. Musikalische Eastereggs sozusagen. Hört mal hin, wir haben hier für euch etwas gemacht, aber ihr müsst schon öffnen was wir hier für euch musikalisch verpackt haben. Tolles Songwriting. Unfassbar tolle Atmosphären. Ein tolles Album. Vor allem hat hier dann auch der Tontechniker seinen Job richtig ernst genommen

Imelda May;das Album „Tribal“; SpotifyBlogEine Irin aus DublinElvisFish Finger WerbungBluesBBC„Das ist alles richtig hübsch modern“ (Herr Martinsen)Herr Martinsen gibt 8 Punkte, Frau Kariert gibt auch 8 Punkte

Rockabilly.Huch. Keine überbordende Melancholie? Kein dem Weltschmerz huldigendes Album? Nee, diesmal nicht. Hier Rockt und Rollt es, dass die Balken sich biegen. Augen zu, und man hat das Wohnzimmer binnen kürzester Zeit in die 50’er Jahre gehievt. Was für ein mitreißendes Album. Alles Stücke wurden samt und sonders von Imaleda May und ihrem Ehegatten Darrel Higham komponiert. Und das was da an Musik zusammengeschraubt wurde geht ab, aber so richtig. Und das Stilecht mit Gretschgitarre, Doublebass und echten Bläsern. Dieses Album ist aber mitnichten verstaubt oder gar eine musikalische Vergangenheitsbewältigung, im Gegenteil. Das ist alles im höchsten Grade modern, und vielleicht passt hier das hübsche Wort Hip. Dann wird dem ganzen noch eine Prise Blues, ein wenig Jazz und Rock beigefügt, und zack, schlägt das Indie-Herz höher. Ein kleiner Wermutstropfen ist die ein wenig zu laut und dick geratene Aufnahme. Da hat man schon mal Mühe das ein oder andere Detail herauszuhören, weil die Regler des Mischpults gar zu sehr aufgerissen wurden. Es scheint hier mehr auf Auto-, und Küchenradio produziert worden zu sein, denn auf die hölzernen Lautsprecher die das ein oder andere Zuhause zieren. Blendet man das mal aus, bleibt ein treibendes und mitreißendes Album nach. Tolle Stimme. Tolle Gitarre. Rock ’n Roll, oder wie das heißt. Hurra!;

Gesehen

The Good Wifeauf IMDBFrau Kariert ist weggerissen von der SerieBoston LegalDer DickeMatlock„Radio wird Fernsehn am Ende noch überleben“ (Herr Martinsen)Last Week Tonight with John OliverYoutube KanalWebsiteHBOBeitrag über den ESCCommunity;

Die Sau Der Woche

Unwetter in NRW„Einige Bilder die gepostet wurden waren unhübsch. Man hat sich Sorgen gemacht“ (Herr Martinsen)Die Krautreporter haben es doch noch geschafft„Sie haben das falsch komuniziert,[...] man hat sich da nicht immer schick verhalten“ (Herr Martinsen)„Ich hoffe dass sie besser werden“ (Frau Kariert)„Irgendwer empört sich auf feministische Art über irgendetwas das irgendjemand gemacht hat“ (Frau Kariert)„In Echtzeit kackende Pferde“ (Frau Kariert)Die WMAutoflaggen abreißen„Wir finden alles doof“ (Herr Martinsen);„Nationalgedöns.“ (Herr Martinsen)John Oliver zur FIFA;

Gesagt, Getan

Frau Kariert: „Macht Kaputt was euch Kaputt macht“„Macht verrückt wer euch verrückt macht“ (Herr Martinsen)Keine Menschen kaputt machen!Herr Martinsen „Habt immer das richtige Trikot zur Hand!“„Mehr Nettes für die Leute“ (Frau Kariert)

Die Weisen Worte
„Nächste Woche Sonntag 15 Uhr nicht Samstag“ (Herr Martinsen)„Tschüss“ (Herr Martinsen und Frau Kariert);

Shownoter waren:  BigMcIntosh91, Oxi

075-Die Strippen scheitern

Duration: 00:48:51 Published by Audioponies under CC-BY-SA 3.0.
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Frau Kariert und Herr Martinsen haben heute wieder viele wundervolle Menschen auf dem Programm: Frau Bauerfeind, Sharon van Etten und Daniel Kehlmann sind nur die berühmtesten unter ihnen.

Intro

„Wasserstandgedöns!“ Frau KariertMini PlaybackshowBegrüßung durch die Moderatorin im Namen des Moderators;

Gelesen

Katrin BauerfeindMir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern. 1. Auflage. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 2014, ISBN 978-3-596-19891-7Bei Amazon„Das ist auch ein Buch für Leute die sonst eigentlich gar nicht lesen wollen.“ Herr Martinsen 

Wenn man anfängt das Buch zu lesen, erfüllt es zunächst einmal alles, was man von eben jenem erwartet. Es ist lustig, witzig, drollig und man muss an der ein oder anderen Stelle herzhaft lachen. Es ist eine Aneinanderreihung kleiner Geschichten, die z. T. auch als Kolumne hätten durchgehen können. Wer Frau Bauerfeind und Ihre Arbeit mag, der wird von diesem Buch relativ schnell angetan sein. Es lässt sich schnell weg lesen. Es strengt einen nicht an. Es wird viel über das Aufwachsen in einer Familie in der Provinz erzählt. Aber auch der Urbane Wahnsinn, an dem wir alle verzweifeln, kommt nicht zu kurz. Komische Geschichtchen sind es, die zuweilen richtig ernst, nachdenklich und sogar bisschen traurig sein können. Hübsch geschrieben. Man muss es nicht auf einmal lesen, weil es nicht die eine Geschichte gibt, sondern eben viele kleine. Und so erzählt Katrin Bauerfeind vom Scheitern im Kleinen und im Großen. Man schmunzelt. Man lacht. Man wird aber auch an der ein oder anderen Stelle mit einer überraschenden Ernsthaftigkeit überrascht. Es geht ums Scheitern am Erwachsenwerden, an Beziehungen, dem Älterwerden, dem Aussehen, den Verwandten, den Freunden, an sich selbst und vieles mehr. Ein kurzweiliges Buch einer tollen Moderatorin, die nicht nur vor der Kamera witzig und klug sein, sondern auch mit Buchstaben umgehen kann.

Gehört

Sharon van EttenHomepage: Sharon van EttenAre We ThereAre We There auf SpotifyProduzent: Stewart Lerman„Wer in diesem Frühling nicht Heroinabhängig wird, da weiß ich auch nicht mehr.“ Herr Martinsen„Man ist mal wieder begeistert Traurig.“ Herr Martinsen 

Da war es wieder, das Leiden und das Scheitern. Das an der Liebe, das an der schwindenden Hoffnung. Mal wieder wird gehadert und resigniert, was das musikalische Zeug hält. Und so schafft es in diesem Frühling der Melancholie auch Sharon van Etten uns die Traurigkeit schmackhaft zu machen. Und wie. „Are We There“ ist einer der ruhigeren, zurückhaltenderen Alben. Eines was von Klavier und leicht angezerrter, gezupfter Gitarre dominiert wird. Hier geht es um Gefühle, aber mal wieder nicht um die hübschen. Nicht um das hübsche Verliebtsein, sondern eher um das Gegenteil. “Every Time the Sun comes up, I’m in trouble”, wird hier gesungen. Mal wieder wird hier schonungslos abgerechnet mit allem was der Herzschmerz so hergibt. Laut Aussage von Frau Van Etten, handelt es sich hierbei durchaus um Erlebtes, was da so herzzerreißend vorgetragen wird. Zwischendurch darf man sich auch mal erholen und es wird in dem Song ‘Tarifa’ von einem hübschen Urlaub mit dem Liebsten erzählt. Das war’s dann allerdings auch schon wieder. Ansonsten wird, wie auch schon auf den Vorgängeralben, gescheitert was das Zeug hält. Das ganze kann schon mal sehr bedrückend, für den ein oder anderen vielleicht sogar erdrückend wirken. Denn weit weg ist das alles nicht was hier passiert. Die Musik ist ist nah, durch ihre Zurückhaltung. Keine Soundwände. Eine Sängerin die samt Musik nicht im Lautsprecher oder Kopfhörer hängen bleibt sondern zu einem kommt, und die einen nicht in Ruhe lässt. Ein unfassbar tolles, intensives Album. Man ist begeistert traurig 

Sára Vondrášková alias Never SolNever Sol on SoundcloudUnder Quiet auf Spotify„Unfassbar elaboriert“ Herr Martinsen„Da ist so viel Gefühl umgesetzt in Ton.“ Frau Kariert 

Die Bühne teilte sie sich zunächst mit befreundeten Musikern. Zunehmend gewann sie immer mehr Vertrauen in ihren eigenen künstlerische Ansatz, und Ihre Idee von Musik. Kurz nach ihrem ersten Konzert nahm Produzent Jan P. Muchow Kontakt zu ihr auf und sie begannen die Aufnahmen zu Ihrem Debütalbum ‘Under Quiet’. Zwei Jahre sollte es dauern bis es fertig war. Sie schuf nun das eher abstrakte Pseudonym Never Sol. Ursprünglich war das Klavier Ihr wichtigstes Instrument um zu komponieren, aber auch Produktionstools auf dem Rechner wurden immer mehr zu Ihren Werkzeugen. Das Erstellen von Klängen mithilfe von Musiksoftware gesellte sich nunmehr zu Ihrer klassischen Ausbildung. Und genau das ist auch auf diesem Album zu hören. Genau diese Melange aus klassischen Klavierarrangements und den elektronisch, modernen Gegenstücken mischt sich auf diesem Album zu einem Ganzen. Das Ganze kann man getrost als Kunst im besten Sinne verorten. Dazu gesellt sich eine tolle Stimme die, man ahnt es schon, von allerhand unschönen Dingen zu berichten weiß. Zerwürfnisse, Liebeskummer, usw. Das volle Traurigprogramm wird auch hier wieder in seiner Gänze zelebriert.

Gesehen

Daniel KehlmannRuhm. Ein Roman in neun Geschichten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2009, ISBN 978-3-498-03543-3Ruhm. Ein Roman in neun GeschichtenRuhm (Verfilmung)Ruhm bei IMDBRuhm Homepagebei Amazon„Ich bin fest davon überzeugt das diesere Roman, der Ruhm, nicht verfilmbar ist.“ Herr Martinsen„Ich würde empfehlen den Film vielleicht zu kucken und dann das Buch zu lesen.“ Herr Martinsen 

Keine Ahnung wie man den Film bewertet hätte, hätte man das Buch vorher nicht gelesen. Keine Ahnung wie man den Film bewertet hätte, hätte man nicht kurz danach aus reiner Neugier einige Passagen des Buches noch mal gelesen, nur um sich zu vergewissern, dass man doch recht hatte und im Buch die Geschichte doch so anders war – so besser? Leider ja. Die guten Seiten des Films sind fast ausnahmslos bei den weiblichen Hauptrollen zu finden. Senta Berger, die Rosalie spielt, die mit dem Autor in einer der Geschichten in der Geschichte buchstäblich ums Überleben kämpft. Julia Koschitz, die die Journalistin Elizabeth spielt, und gleichzeitig die Freundin des Schriftstellers namens Leo Richter ist, welcher wiederum der eben genannten Rosalie literarisch nach dem Leben trachtet. Gabriela Maria Schmiede, die Maria Rubenstein spielt, welche für den Schriftsteller Leo Richter quasi einspringt, und sich auf eine Pressereise nach Zentralasien begibt. Dann ist da noch der Schriftsteller Leo Richter selber, gespielt von Stefan Kurt, der das auch sehr gut macht. Die anderen Schauspieler und Geschichten sind ok, mehr dann aber auch nicht. Trotz dieser z.T. guten bis sehr guten schauspielerischen Leistungen ist es eine der Verfilmungen von Romanen, die nicht aufgehen. Wer einmal das Buch gelesen hat, wird mit dem Film nur bedingt glücklich werden. Nicht weil er schlecht ist, sondern weil es die Vorlage einfach nicht hergibt. Nicht weil die Vorlage schlecht wäre, ganz im Gegenteil, sondern weil sie aufgrund Ihrer komplexen, ineinandergewobenen Geschichten in der Geschichte, die eigentlich keine ist, nicht verfilmbar ist. Gut, könnte man sagen, man soll ja auch nicht immer alles an allem messen, aber genau das macht man in diesem Fall naturgemäß, weil es nunmal eine Romanverfilmung ist. So bleibt die Empfehlung, diesen Film zu schauen bevor man das Buch liest, dann könnte er funktionieren. Anders herum funktioniert’s leider nicht. Gar nicht.

Die Sau der Woche

SG Flensburg HandewittSieger der EHF Champions League 2014; THW Kiel„Flensburg ist Real Madrid!“ Herr Martinsen„Schleswig Holstein ist Europameister, und deutscher Meister!“„Wir sind Handball und im übrigen sowieso toll.“ Herr Martinsen

Gesagt, Getan

„Einfach mal Abgeben, nicht darüber nachdenken, einfach mal abgeben“ Frau Kariert„Kinder, ihr müsst auch mal Dinge sein lassen.“ Herr Martinsen

Weise Worte

„Tschüss!“ Die Strippen

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074-Die Strippen sind unlustig

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Frau Kariert und Herr Martinsen sind diesmal ganz fürchterlich unlustig. Überall Menschen, die anderen Menschen was antun wollen. Da schauen sie sich doch lieber kluge Leute im Internet oder Fernsehen an.

Intro

„Intro! Intro! Wasserstandsgedöns“ (Frau Kariert);

Gelesen

Die Rede zu 65 Jahre Grundgesetz Von Navid KermaniVideo auf YoutubeGrundgesetzDer junge Mann ist Schriftsteller und OrientalistRede ist im Zusammenhang der 65-Jahresfeier des Grundgesetzes entstanden„Er hat Lessing und Brandt reden lassen, was ich ganz hübsch fand“ (Herr Martinsen)„Er hat alle positiven Seiten hervorgehoben und gewarnt: macht sie euch nicht kaputt“ (Frau Kariert);

Gehört

Heute geht es mal nicht mit Musik loses geht mit einem Podcast losSpreeblickJohnny HaeuslerBlog von SpreeblickAktueller Podcast „Es war die Nachtigall“„Wenn Motorrad, dann Lederkombi“ (Frau Kariert)„Es gibt 329 Folgen Nachzuhören“ (Herr Martinsen)Radio Tux

Tanja und Johnny Haeusler plaudern zwanglos über dies und das. Früher gab es diesen Podcast in sehr regelmäßigen Abständen. Ungefähr wöchentlich. Meistens treffen sich die beiden auf ihrem Balkon, oder einfach in einem Café, um zu podcasten. Früher war auch noch der Hund (von Johnny immer liebevoll, ‘dieser Hund’ genannt) ‘Josephine’ dabei, die der heimliche Star des Podcasts war. Wenn sie nicht gerade quickende Töne von sich gegeben hat, ist sie voller Inbrunst und Begeisterung, Müllmännern bellend hinterhergelaufen. Diese Sendung lebt von der Nichtvorbereitung. Von der Spontanität der beiden. Einer der Podcasts an denen man sich nicht satt hören kann. Wer den Podcast noch nicht kennt, der hat Glück gehabt, denn es gibt bis dato 329 nachzuhören. Viel Spaß dabei, denn den werdet ihr haben. Und immer wenn man, nach mittlerweile zumindest Monaten, wieder eine Folge hört, weiß man was man die ganze Zeit so sehnlichst vermisst hat. Zu erwähnen wäre noch, dass auch Holger Klein bei einigen älteren Folgen zu hören ist

Conor OberstBlogAlbum „Upside Down Mountain“SpotifyMonsters Of Folk„Diesesmal widmet sich der Herr Oberst dem Einsamsein“ (Herr Martinsen)„Ich würde diesem Album eine 7.9 geben.“ (Herr Martinsen)

‘Upside down Mountain’, heißt das neue Album des als „musikalisches Wunderkind des neuen Jahrhunderts“ bezeichneten Herren. Das liegt zum einen an seinen Texten, die auch auf dem neuen Album wieder genau das machen was sie immer machen, nämlich mit unverbrauchten Worten Gefühle nachvollziehbar zu machen, sie in neue Worten zu kleiden. Es ist das nunmehr neunte Solo-Album, und diesmal widmet sich Oberst dem Beschreiben der Einsamkeit. Es geht um das Gefühl was man hat, wenn große Träume geplatzt sind, um’s Verletztsein. Das alles ohne Filter, und ohne Sprungtuch. Gnadenlos offen haut Oberst dem geneigten Hörer das Lyrisch-Erlebte um die Ohren. Wie immer geht es musikalisch von ganz ruhig und zerbrechlich, bis hin zu energisch und laut. Singt er in einem Lied noch mit zittriger Stimme mit karger instrumentaler Begleitung, so geht es in anderen Stücken geradezu opulent zu. Sogar Bläserensembles kommen dann zu Einsatz. Das Album ist in Nahville aufgenommen und entsprechend hört man hier auch die ein oder andere Country-Referenz. Ja, es gab auch schon noch besseres zu hören. Aber es sind auch auf diesem Album ausgezeichnete Stücke zu hören. Wenn man die älteren Sachen von Bright Eyes mag, wird man dieses Album sehr mögen. Eigentlich hatte Conor Oberst sich ja immer weiter von Country Einflüssen gelöst. Auf diesem Album sind nun wieder verstärkt zu hören. Textlich macht Conor Oberst auch auf diesem Album kaum einer was vor. Hübsches Album

EMA - The Future Void; BlogDiskogafieSpotifyCthuluHP Lovecraft

The futures Void ist das dritte Album der jungen Dame. Und hier wird es teilweise endlich mal wieder ein wenig moralinsauer. Denn EMA hat sich mit dem modernen Leben, und den es umgebenen Technischen Errungenschaften auseinandersetzt. Das ist an sich erstmal nichts neues mehr. Das haben andere auch schon gemacht. Doch ein ganzes Album, das ist dann doch schon wieder was besonderes. Es ist kein Konzeptalbum, wie EMA in den vielen Interviews immer wieder betont. Es geht um die NSA, den Überwachungsstaat und den Kalten Krieg. Und diese großen Themen bricht sie auf ihre eigene Persönlichkeit herunter. Bricht also das große Ganze auf den einzelnen Menschen herunter, so dass es für jeden greifbar wird. Es wird von dem Leben erzählt was manchmal eben einfach mal die Hölle sein kann, nur das es mittlerweile eben meistens virtuell ist. So wird vieles nachvollziehbar. Die älteren werden sich bei einigen Stücken an PJ Harvey erinnert fühlen, und die jüngeren dürften allein wegen Songtitel wie ‘Cthulu’ hoch erfreut sein. Die Texte sind großartig. Sie sind verwirrend und bewusst zweideutig gehalten. Es geht um Leben und Tod. Um Menschen und Maschinen. Um Willkür der wir alle ausgesetzt sind. Ob alles das war mittlerweile Möglich ist auch gut ist, wird hier gefragt. Im Grunde der Konflikt zwischen Mensch und Technik, und wie sich der Mensch in’s Verhältnis dazu setzt. Gute Laune geht anders. Dieses Album besticht aber mal nicht durch Melancholie. Hier wird zum Nachdenken angeregt. Und das ganze dann auch noch musikalisch mal richtig auf die musikalische Zwölf. Erfrischendes Album, was einen zum nachdenken bringt. Und das ist eigentlich eines der größten Komplimente was man einem Album machen kann. Ein tolles Album;

Gesehen

John Green; Youtube Channel “Crash Course”YouTube; Folge über Nationalismus„Es ist schön aufbereitet und wird grafisch schön begleitet“ (Frau Kariert)

Katrin Bauerfeind;Bauerfeind Assestiert; 

Die Sendung Bauerfeind wurde einer Komplettrenovierung unterzogen. Nunmehr gibt es kein Magazin mehr, aber auch das Interviewformat 28:30, welches im Wechsel mit dem Magazin ausgestrahlt wurde, musste weichen. Was jetzt dafür läuft, ist quasi das Gespräch mit lustigen Dingen die drumherum passieren. Denn Katrin Bauerfeind ist unterwegs den Menschen zu helfen, und zwar vorzugsweise den bekannteren unter Ihnen, denn die brauchen besonders viel Zuneigung, Zuspruch, Hilfe und jemanden der Ihnen unter die Arme greift. So macht sie sich also in dieser neuen Sendung mit alten Namen auf den Weg um Prominenten, und weniger Prominenten als Assistentin hilfreich zur Seite zu stehen. Daraus ergeben sich extrem lustige Dinge. So leidet, beim Versuch einen Platten eines Fahrrads reparieren zu lassen, auch schon mal das Interieur des Fahradladens, welches sie aufsucht. An anderer Stelle werden Straßen befahren die nicht zum befahren freigegeben sind oder Babykleidung von Dior gekauft. Dazwischen macht sie dann das was Frau Bauerfeind mindestens genauso gut kann wie lustig sein, nämlich tolle Fragen stellen. Neugierig und einfühlsam wie eh und je stellt sie den Menschen ihre Fragen und man kommt mal wieder zu tollen Einsichten in die Sichtweisen, Erlebnisse und Gedanken des ein oder anderen Menschen. Ein tolles, frisches Konzept einer tollen Sendung, die von der tollen Frau Bauerfeind getragen wird. Angucken!;

Die Sau Der Woche

petaPeta, die milch und der AutismusFundamentalismus„Das ist nicht meine Tasse Überzeugungsarbeit.“ (Herr Martinsen);

Gesagt, Getan

„Kostümiert euch, spielt Rollen“ (Frau Kariert)
„Geht in die David Bowie Ausstellung in Berlin“ (Herr Martinsen); David Bowie„Ich gehe nicht mehr zum Friseur!“ (Herr Martinsen)

Die Weisen Worte„Tschüss“ (Herr Martinsen und Frau Kariert);

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073-Die Strippen brauchen zu viele Apps

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Frau Kariert und Herr Martinsen haben kein Problem mit der Quote und stellen euch heute mal wieder wunderhübsche Musik und historisch semi-korrekte Filme vor.

Intro

„Ein Intro! Ein Intro! … Wasserstandsgedöns“ (Frau Kariert)„Am anderen Ende unser Zauberer: Herr Martinsen“ (Frau Kariert);

Gelesen

Anatol Stefanowitschsein Artikel „Frauensucher“Linguistik;

Gehört

„Margot & the Nuclear So and So’s“; Album „Sling Shot to Heaven“; BlogSpotifyMoll„Es ist nix Aufregendes, Spannendes“ (Herr Martinsen);

Die Strippen sagen: Im Laufe der letzten acht Jahre haben ‘Margot & The Nuclear So And So’ Alben veröffentlicht die von ruhig bis manchmal nicht so leise gehen. Sie entwickelten sich von einer hübschen Kammer-Pop-Gruppe, wo alles dezent zurückhaltend war, zu einer Indie-Rock-Band, wo sie dann durchaus auch mal recht rockig zu Werke gingen. Auf dem fünften Album der Band, ‘Sling Shot To Heaven’, findet man sie irgendwo in der Mitte dieser Bandbreite wieder. Traurige Moll-Melodien, die gar zart und folkig daherkommen, und schwerer, strammer Rock. Und wieder ist es ein melancholisches Album. Wieder ist es genau diese Melancholie, die dieses Album trägt. Und auch hier funktioniert genau das wieder ausgezeichnet. Ein weiteres tolles Album, was sich durch Tiefgang in Text und Melodie auszeichnet;

„Fear Of Men“Album „Loom“auf Soundcloudauf TumblrWarpaint„Wir finden das Album toll und feiern es ab“ (Herr Martinsen)

Die Strippen meinen: Fear Of Men klöppeln einen hübschen Gitarrenpop. Doch was da anscheinend so harmlos und beschwingt daherkommt, hat es Faustdick hinter den musikalischen Ohren. Hintergründiger Tiefgang bahnt sich den Weg an’s verwöhnte Musikliebhaberohr. Bisweilen fühlt man sich ein wenig an die Herangehensweise von The Smiths erinnert, die ja auch gern einmal die hübschesten, wundersamsten Melodien mit den schauderhaft schönsten Texten unterlegt haben. Desorientierung, untermalt mit wunderschönen Melodien. Die tolle Stimme der Sängerin trifft auf zart schrammelnde Gitarren. Das ganze dann noch gewürzt mit einer Prise flächige Synthesizersounds. LoFi an der richtigen Stelle. HiFi an der richtigen Stelle. Alles in kleinen Dosen, so dass es musikalisch nicht gar zu weh tut, ohne das es droht in die Belanglosigkeit abzudriften. Dazu diese Texte die von Angst handeln, und vom ‘nicht Wissen wohin’ Unglaublich tolle texte. Unglaublich tolle Musik;

Gesehen

Agora: Die Säulen Des Himmelsbei IMDBrotten TomatoesIMDB;

Die Sau Der Woche

Google Drive„Alles war gut, bis Google die Idee hatte, ihr braucht ne neue App.“ (Herr Martinsen)„Ich hab auch keine zusätzlichen Features dadurch.“ (Herr Martinsen)Man wünscht sich Kommentare auf der Homepage der StrippenDie Facebookseite der StrippenDas Tumblr der StrippenDie Google + Seite der StrippenSPDHerr Martin SchulzEU ParlamentThilo SarrazinFraktionszwang„Wenn jetzt die SPDU… CDU das gemacht hätte“ (Herr Martinsen);

Gesagt, Getan

„Wechselt euren Stromanbieter – es gibt echten Ökostrom, und der ist vermutlich sogar günstiger als euer aktueller Vertrag“ (Frau Kariert)„Auf dem Balkon sitzen bei schönem Wetter ist toll! Macht das! Und natürlich morgen wählen gehen.“ (Herr Martinsen);

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072-Die Strippen sind melancholisch

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Frau Kariert und Herr Martinsen widmen sich heute der anderen Seite von Geschichte, dem melancholischen Frühling, hippen Aktionskünstlern und natürlich der zauberhaften Lady Wurst.

Intro

„Wasserstandsgedöns“ (Heute vom Herr Martinsen)„Erst vergesse ich wasserstandsgedöns, dann vergesse ich, dass ich nicht allein hier bin…“ (Frau Kariert);

Gelesen

Colm TóibínMarias Testament (Homepage) (Amazon)

„Es geht um die Maria. Von Jesus“ (Herr Martinsen)MariaJesus von Nazaret„Man braucht nicht diesen religiösen Überbau, um das Buch gut zu finden.“ (Herr Martinsen)„Der Scheibstil ist nicht meine Tasse Literatur“ (Herr Martinsen)Feuilletondas Buch war ein HörergeschenkAmerican GodsNeill Gaiman;Die Leiden Des Jungen WertherFranz Kafka

Gehört

Spring Offensive – Young Animal Hearts (Spotify) (Homepage) (Tumblr)

Eine Band aus Oxfrord die sich aufmacht die herzen der Menschen musikalisch zu erobern, und deren Name nichts mit den fürchterlichen Dingen im ersten Weltkrieg zu tun haben, sondern von einem Gedicht herrührt von einem Herren namens Wilfried Owens. Hübsche eingängige Harmonien bekommt man da präsentiert. Songwriting der Extraklasse. Hier ein bisschen Radiohead. Da ein bisschen Folk. Dann wieder Post-Rock Gitarrenriffs. Alles hübsch zu einem ganzen geklöppelt, was aber auf keinen Fall unkreativ anmutet. Die haben Ihren Stil recht schnell gefunden, und immer wenn man glaubt man wisse wo man diese Band endlich verorten kann, kommen wie wieder mit einer neuen Nuance, die das alles wieder über den Haufen wirft.

Lykke LiI Never Learn (Spotify) (Homepage)

Nachdem Damon Albarn ja schon an Melancholie nicht gespart hat, kommt nun das nächste Album was uns das Traurigsein ein wenig näher bringen mag. Durchgehend und allenthalben geht es hier nur darum, und um nichts anderes. Hier singt eine die über Dinge nachgedacht hat, eine die Ihre Schlüsse daraus zieht und diese dann musikalisch umzusetzen versucht. Das gelingt hervorragend. Melancholie auf höchstem Niveau. Lyyke Li at it’s best. Karg instrumentalisiert, meist nur mit Piano und Akkustikgitarre, nimmt sie die geneigten Hörer mit auf eine ca. 33 Minütige Reise in die Schwermut. Zu lang ist es wahrlich nicht, dieses Album. Toll ist es dafür umso mehr.

Gesehen

The MentalistFBIGhostwhispererCastleSherlockPsychologieInsideoutproject„Das finden wir hübsch.“; Street Art Künstler JRDie Frau Kariert war im TheatherDemut Vor Deinen Taten, BabyIm Theather Bielefeld;KänguruchronikenKomische Oper BerlinClaudio Monteverdi

My Little Pony

Das Staffelfinale von My Little Pony Friendship is MagicTwilights KingdomLord TirekAlicornsDiscordPower RangersRat der Jedi„Ich war überrascht.“ (Herr Martinsen)„Ich fand die 2. Staffel noch immer am besten.“ (Herr Martinsen);

Die Sau Der Woche

Conchita Wurstunfassbare (aber überschätzte) Geschichte von N2459. Eurovision Song ContestESCDie Grosse ChanceNina QueerSendung beim N24„Das Lied war sehr Jamesbondlesk“ (Herr Martinsen)Ina Deter

Gesagt, Getan

Frau Kariert: „Guckt mal öfter nachts nach oben“ (Frau Kariert)
Herr Martinsen: Blumfeld tourt wieder; Da mag Herr Martinsen hin; Der Herr Martinsen zieht nach KielMan sucht eine 2 1/2 Zimmer WohnungThe Cure

Macht mit bei „Kann Spuren von Fussball enthaltenDie Weisen Worte „Tschüss“;

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